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zählt vor allem Folgendes: 1. Kompetente
Hilfe durch unsere Unternehmensberater in Berlin, Wien und Rom. 2. Auswahl der günstigsten
und besten Produkte am Markt als Versicherungsmakler. 3. Service,
insbesondere dann, wenn im Schadenfall die Hilfe von Experten benötigt wird. |
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Versicherungsmakler Ein Versicherungsmakler
ist an keine Gesellschaft
gebunden! Viele Ratgeber, Fachzeitschriften und auch Verbraucherschützer
empfehlen, sich der Kompetenz eines Versicherungsmaklers zu bedienen. Ihre Vorteile: ·
Unabhängigkeit von
Versicherungs- und Finanzkonzernen, ·
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günstigste Produkte von renommierten Unternehmen! Wo liegt das Tätigkeitsfeld unserer Maklerplattform ? Consult88.de ist eine Maklerplattform
(Bürogemeinschaft) zur Vermittlung von Versicherungen, Finanzierungen und
Kapitalanlagen. Wenn Sie uns mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen
beauftragen, finden wir für Sie aus über 160 Versicherungsgesellschaften,
Banken, Bausparkassen und Fondsgesellschaften das für Sie jeweils günstigste
Angebot heraus, welches Ihren Leistungsvorgaben entspricht. Wo ist Consult88.de überall tätig? Wir beraten Mandanten im gesamten Bundesgebiet.
Wenn Sie außer einem schriftlichen Angebot eine persönliche Beratung
wünschen, teilen Sie uns bitte Ihren Wohnort mit, wir leiten Ihre Anfrage
dann an eine unserer Partner-Agenturen vor Ort weiter. Was bietet Consult88.de außer einem Preis-Leistungsvergleich noch? Darüber hinaus erarbeiten wir mit Ihnen sogenannte
Vorsorgekonzepte. Hier werden erst alle notwendigen Daten zu Ihrer
persönlichen Lebenssituation, zu Ihren Wünschen und Ihrer weiteren Lebensplanung,
sowie Ihren bestehenden Versicherungen und Verträgen aufgenommen und
ausgewertet. Anhand dieser Daten erstellen wir Ihnen dann ein
Vorsorgekonzept, mit den Verträgen, die Sie wirklich brauchen. Wir finden mit
Ihnen Überversicherung oder gar Versicherungslücken, und machen
existenzbedrohende Risiken für Sie kalkulierbar. Was kostet die Beratung ? Unsere Beratung in Versicherungsfragen ist
für Sie kostenlos. Als Versicherungsmakler erhalten wir unser
Beratungshonorar in Form einer Abschluss- bzw. einer Folge-Courtage von den
Gesellschaften. Diese Kosten sind Teil der Versicherungsprämie und werden
Ihnen auch nicht erlassen, wenn er sich direkt an die Gesellschaften wenden.
Ihnen entstehen also durch die Mitwirkung des Maklers keine weiteren Kosten.
Für die Vertragschließung mit Direktversicherern können Honorarvereinbarungen
getroffen werden. Im
Bereich der Schadenregulierung und Klärung weiterer, über die reine
Vermittlung hinausgehende, Mandantenanfragen berechnen wir eine ortsübliche –
geringe – Aufwandsentschädigung. Was ist der Unterschied zwischen einem Versicherungsmakler und einem
Versicherungsvertreter? Der Versicherungsvertreter vertritt die Interessen
einer Versicherungsgesellschaft oder eines Konzerns und ausschließlich deren Produkte
vor dem Kunden. Der Versicherungsmakler hingegen vertritt in erster Linie die
Interessen des Kunden vor den Versicherungsgesellschaften. Er ist nicht durch
Zuschüsse, Bonifikationen oder Gehälter an irgendwelche Versicherer gebunden.
Deshalb kann ihm auch kein Unternehmen vorschreiben, welche Produkte er
verkaufen soll. Wer betreut meine bestehenden Verträge? Fragen und Wünsche zu Ihren Verträgen können Sie
grundsätzlich an uns richten. Wir kümmern uns für Sie um Ihr Anliegen. Auf
Ihren Besuch in unseren Räumlichkeiten freuen wir uns schon heute und werden
alles dafür tun, dass Sie die persönliche Betreuung sowie unseren Service
weiterhin gerne in Anspruch nehmen. Hinweis: Seit dem 31.12.2009
betreuen wir keine KFZ Versicherungen mehr, hierzu wenden Sie sich bitte
direkt an Ihr Versicherungsunternehmen. |
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Unternehmensberatung |
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DER NAME: bringt das
wirtschaftshistorische Schlüsseljahr 1888 und damit insbesondere einen Mann in
Erinnerung, ohne dessen wissenschaftliches Wirken die moderne
Industriegesellschaft und – zivilisation in ihrer bestehenden Form nicht
möglich geworden wäre. Ø Im Jahr 1888 erfindet
Nikola Tesla (Westinghouse Company) den Wechselstromgenerator. Ø Im Jahr 1888 emigriert nach
Beendigung seiner Doktorarbeit “Über unwillkürliche Korrespondenzen im Raum“
der aus Breslau gebürtige Mathematiker und Physiker Karl Rudolf (später
Charles Proteus) Steinmetz in die Vereinigten Staaten und beginnt dort die
Entwicklung seiner bahnbrechenden Theorien zur magnetischen Hysteresis,
welche die industrielle Anwendung und damit die Entscheidung zugunsten des
Wechselstromes im vorausgegangenen langjährigen war of currents (zwischen der
Firma Westinghouse <Wechselstrom> und der Edison General Electric
Company <Gleichstrom> ermöglichte, und darüber hinaus diejenige
singuläre Revolution der Elektrotechnik, welche gleichzeitig den Ø Beginn des Dritten
Kondratieff-Zyklus markiert, durch und in welchem mit der Elektrizität die
bis heute dominierende materielle Basis der modernen Industriegesellschaft
bereitgestellt wurde. DIE PHILOSOPHIE: ein ganzheitlicher Ansatz für integrative
Lösungsmodelle in zunehmend desintegrierten Interaktionsfeldern. Das Jahr 1888: Die Revolution der Elektrotechnik und der Beginn des
Dritten Kondratieff-Zyklus Die
Entwicklung der Elektrotechnik, wie sie sich in den letzten Dekaden des 19.
Jahrhunderts in Europa und Nordamerika abgespielt hat, kann zweifellos als
eines der spannendsten Kapitel der Technik- und Industriegeschichte angesehen
werden; die Erfinderpersönlichkeiten dieser Zeit, wie etwa Siemens, Marconi,
Edison, Tesla – sind, auch in ihren teilweise wenig sympathischen Zügen, nach
wie vor von herausragendem biographischen Interesse. Karl
Rudolf bzw. Charles Proteus Steinmetz ist sicherlich neben Nikola Tesla die
interessanteste Persönlichkeit mit künstlerischer Prägung unter den
amerikanischen Ingenieuren. Ebenso wie Tesla hat Steinmetz seine
wissenschaftliche Ausbildung im alten Europa erhalten, aber in Amerika konnte
sein geniales Talent auf die praktische Umsetzung und Anwendung hoffen, ohne
dass er seine von Europa geprägten persönlichen Eigenschaften besonders
anzupassen gehabt hätte; hier konnte er bis an sein Lebensende, insbesondere
in späteren Jahren als unbeschränkter Herrscher in seinem riesenhaften
Laboratorium, seiner Individualität freiesten Lauf lassen. Ø Karl Rudolf Steinmetz wurde am 9.April 1865 in
Breslau als Sohn eines Lithographen geboren. Wie sein Vater von Kindheit an
ein körperlicher Krüppel, besucht er mit großem Erfolg in Breslau das
Gymnasium und anschließend die Universität, um Mathematik und Astronomie zu
studieren. Seine weiteren Interessen gelten insbesondere der Physik und
Philosophie sowie der damals entstehenden Elektrotechnik; nebenbei war er
aber auch Mitglied einer verbotenen sozialistischen Studentenverbindung und
Redakteur der Volksstimme. Um einer vorbereiteten Verhaftung zu entgehen,
flüchtete er über Wien nach Zürich, und dort “brachte seine Mathematik
sämtliche Professoren an der Technischen Hochschule auf die Beine“ (John Dos
Passos). Sein dänischer Freund Oskar Asmussen überredete ihn zur Auswanderung
nach Amerika, welches Vorhaben sie dann im Sommer des Jahres 1888 – trotz
geringer Kenntnisse der englischen Sprache und bescheidener Geldmittel –
gemeinsam realisierten, indem sie sich auf dem Zwischendeck eines alten
französischen Passagierdampfers La Champagne in Le Havre mit dem Ziel New
York einschifften. Steinmetz´ Karriere in Amerika beschreibt John Dos Passos
in seinem Roman Der 42. Breitengrad ebenso aufschlussreich wie lakonisch: > ... In Yonkers arbeitete er die Theorie der
dritten Harmonischen aus und das Gesetz der Hysteresie, das in einer einzigen
Formel die hundertfachen Beziehungen zwischen der metallischen Wärme,
Dichtigkeit und Frequenz statuiert. Erst Steinmetz´ Gesetz der Hysteresie
macht alle die Transformatoren möglich, welche in allen
Hochspannungsleitungen, überall, überall, in kleinen Kästchen und an den
Dachgiebeln sitzen. Die mathematischen Zeichen von Steinmetz´ Gesetz liefern
das Muster für sämtliche Transformatoren der ganzen Welt: Sein ganzes Leben
lang war Steinmetz ein Teil des Produktionsapparates der General Electric.
Zuerst befand sich sein Laboratorium in Lynn, dann wurde das Laboratorium und
der kleine Bucklige mit ihm, nach Schenectady, der Elektrizitätsstadt,
verlegt. Und General Electric ließ ihm seinen Willen, er durfte Sozialist
sein, ein mit Quecksilberlicht beleuchtetes Treibhaus voller Kakteen haben,
Alligatoren halten, sich Krähen und eine Gilaeidechse als Haustiere zulegen,
und die Propagandaabteilung machte Propaganda für den Hexenmeister, für den
Medizinmann, der die geheimen Zeichen kannte, die die Tore zu Ali Babas Höhle
öffnen. Steinmetz skizzierte eine Formel auf seine Manschette, und am
nächsten Morgen waren tausend neue Kraftstationen aus der Erde
emporgewachsen, und die Dynamos surrten Dollars ... Steinmetz war eine berühmter Magier, er unterhielt
sich mit Edison, Morsezeichen auf Edisons Knie klopfend, weil Edison so taub
war, und er fuhr nach dem Westen, um Reden zu halten, die niemand verstand,
und er sprach in einem Eisenbahnzug mit Bryan über Gott, und alle Reporter
standen rundherum, als er und Einstein einander von Angesicht zu Angesicht
begegneten, aber sie konnten nicht verstehen, was sie sagten, und Steinmetz
war der wertvollste Teil im Produktionsapparat der General Electric, bis er
sich verbraucht hatte und starb.< Ø
Die Theorie der langen Wellen: Im Jahr 1926 erschien in einer angesehenen deutschen Fachzeitschrift
ein Artikel mit dem Titel Die langen Wellen der Konjunktur. Sein Verfasser,
der russische Ökonom Nikolai Kondratieff, vertrat darin die These, dass die
wirtschaftliche Entwicklung Westeuropas und der USA nicht nur durch das
Auftreten kurzer (Kitchin-Wellen) und mittlerer (Juglar-Wellen)
Konjunkturschwankungen gekennzeichnet sei, sondern dass in den
kapitalistischen Ländern darüber hinaus auch lange Phasen von Prosperität und
Rezession periodisch zu beobachten seien. Diesen Phasen ordnete er eine Dauer
von 45-60 Jahren zu. Dieser Artikel war der Ausgangspunkt für eine neue
Forschungsrichtung, die später insbesondere durch die Vermittlung des
Ökonomen Joseph A. Schumpeter, welcher sich ausführlich mit den Thesen
Kondratieffs (der selbst bereits im Jahr 1937 den als `Säuberungen´ bekannten
Massenmorden Stalins zum Opfer gefallen war) auseinandersetzte, unter der
Bezeichnung Theorie der langen Wellen zwar einerseits weltweit bekannt wurde,
andererseits erst in jüngerer Zeit wieder als forschungsmäßiger `Geheimtipp´
und Paradigma zum adäquaten Verständnis der aktuellen übergreifenden
wirtschaftlichen Problemlage anerkannt zu werden beginnt. Lange Wellen bzw. Kondratieff-Zyklen (K-Zyklen)
sind erst seit der Entstehung der Marktwirtschaft im 18. Jahrhundert
zuverlässig beobachtet worden. Auslöser dieser Langzyklen sind ganz bestimmte
technisch-wirtschaftliche Innovationen, sogenannte Basisinnovationen. Während
der letzten 250 Jahre lassen sich 5 Kondratieffzyklen nachweisen, aus deren
Verlauf die enge Interdependenz von Wirtschaft und Gesellschaft ersichtlich
wird. Die sie auslösenden und daher jeweils charakteristischen
Basisinnovationen waren 1.
Dampfmaschine (mit Drehbewegung seit 1787 als Antrieb in
Textilbetrieben) und Textilindustrie als Träger des ersten Zyklus; dieser
begann in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts und endete Mitte des 19.
Jahrhunderts. Er bedeutete den Übergang von der Agrargesellschaft in die
Industriegesellschaft. 2.
Eisenbahn und Stahlproduktion charakterisieren den zweiten K-Zyklus.
Die Eisenbahn als wichtigster Anwendung schuf eine völlig neue Infrastruktur
und generierte eine ungeheure Produktivitätssteigerung im Transport von Waren
und Menschen. Außer Lokomotiven, Gleisen und Bahnhöfen konnten nun auch
Schiffe, Brücken, Häuser und große Mengen diversester Maschinen, Werkzeuge,
Waffen und Konsumgüter aus Stahl hergestellt werden. Dank der Eisenbahn
konnte nun die Wirtschaft bis dahin unerreichbare Räume für Handel und Produktion
erschließen und in die Phase der industriellen Massenproduktion eintreten, in
der sich das moderne Fabriksystem allgemein durchsetzte. 3.
Elektrotechnik und Chemie waren Träger des Wandels, der im dritten Kondratieff zu einer
Reorganisation der Gesellschaft führte, die notwendig geworden war, wenn das
Potential der elektrischen und chemischen Energie in den unzähligen neuen
Produkten genutzt werden sollte. Dies war der erste Langzyklus, der von der
direkten Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse abhing (Nutzbarmachung des
Wechselstroms insbesondere durch die Arbeiten Steinmetz´, s.o.). Ein
Massenkonsum elektrischer und chemischer Erzeugnisse bislang unbekannten
Ausmaßes setzte ein, die Produktionstechnik wurde fast vollständig auf
elektrische Energie umgestellt. 4.
Petrochemie und Automobil
waren Träger des vierten Kondratieff, in welchem u.a. der individuelle
Massenverkehr erschlossen wurde. Kostengünstige petrochemische Energie und
ihre diversen Anwendungen (insbesondere beim Automobil, in der chemischen
Industrie und in der Elektrizitätserzeugung) waren die Basis,
Mineralölwirtschaft und Automobilhersteller bildeten den industriellen Kern
(“leading sectors“) dieses K-Zyklus. Um sie herum entstand und wuchs ein
riesiges Netz von Zulieferern, Kunden und Anwendern, die dem Langzyklus das
erforderliche Gewicht verschafften: Stahl- und Reifenhersteller, Brücken- und
Straßenbaufirmen, Speditionen, Raffinerien und Pipelinehersteller sowie
Tausende von kleinen und mittleren Zubehörlieferanten dienen der Zuarbeit dieser Schlüsselbranchen. In den
1960er Jahren war jeder fünfte Beschäftigte in den USA direkt oder indirekt
vom Automobil abhängig. 5.
Die Informationstechnik ist die Basisinnovation des fünften
Kondratieff. Dieser Zyklus setzte in den 1970er Jahren ein und prägt seither
in allen entwickelten Industrieländern den technologischen, wirtschaftlichen
und sozialen Wandel. Es ist der erste Langzyklus, der nicht mehr primär von
der Verwertung von Bodenschätzen, Stoffumwandlungsprozessen und Energien
getragen wird, sondern von der Verwertung einer immateriellen Größe: der
Information. Neben der Informationstechnik konnte keine andere Technologie
seit den 1970er Jahren eine annähernd vergleichbare wirtschaftliche Dynamik
und Breitenwirkung vorweisen – mit ständig zunehmender Geschwindigkeit
durchdrang sie alle Bereiche der Gesellschaft, mehr als jede andere
Technologie beherrschte sie den wirtschaftlichen Innovationsprozess, prägte
den sozialen, institutionellen und kulturellen Wandel und hatte tiefgreifende
Auswirkungen auf die weltweite politische Ordnung. Ein
Grundgesetz der Systemtheorie besagt, dass alle Systeme – technische,
biologische, soziale – wachsen, wenn sie durch Strukturerweiterung und/oder
Strukturoptimierung in die Lage versetzt werden, mehr Energie und /oder
Information aufzunehmen und zu verarbeiten, als sie zur Strukturerhaltung
benötigen; gemäß der Systemtheorie gibt es daher genau zwei mögliche
Inputgrößen, die Wachstum generieren: Energie und Information. Dies
bedeutet auch in wirtschaftlicher bzw. wirtschaftstheoretischer Hinsicht:
Energie und Information sind die eigentlichen und einzigen Quellen des
Wachstums, alle sonstigen wachstumsbestimmenden Faktoren können auf diese
beiden zurückgeführt werden – eine weitere dritte oder vierte von Energie
oder Information unabhängige Wachstumsquelle gibt es nicht! Bis
in die 1970er Jahre war die Energie in ihren verschiedenen Erscheinungsformen
der bestimmende Träger des Wachstums aller Industriegesellschaften,
Information spielte zwar immer eine notwendige, aber keine Hauptrolle. Dies
änderte sich Mitte der 1970er Jahre: Information avancierte zur wichtigsten
Quelle wirtschaftlichen Wachstums. Damit
bedeutet der Übergang vom vierten zum fünften Kondratieff in wesentlicher
Hinsicht mehr als nur den Übergang von einem Langzyklus zum nächsten, es
profiliert sich hier vielmehr ein neues Entwicklungsparadigma, nämlich der
Übergang von einem energie- zu einem informationsinduzierten Strukturwandel.
Darüber hinaus wird das Paradigma der klassischen Industriegesellschaft zu
einem Auslaufmodell: ein begrenztes (maximal halboffenes) System wie die Erde
kann weder allzu schnelles noch unbegrenztes materiell-energetisches Wachstum
stabil verarbeiten. Während
eines Kondratieffzyklus können mehrere unabhängige Basisinnovationen
gleichzeitig auftreten (z.B. Elektrotechnik und Chemie im dritten
Kondratieff). Basisinnovationen können aber auch einander ergänzen und sich
in ihren Wirkungen verstärken (z.B. Petrochemie und Automobil im vierten
Kondratieff). Ist ihr Nutzungspotential erschöpft und werden keine neuen
Basisinnovationen generiert, dann geht die Wirtschaft zunächst in eine Phase
der Rezession, schließlich in eine der Repression über. Rezessions- und
Repressionsphasen scheinen demnach in einer Marktwirtschaft – abgesehen von
externen `Ausnahmeerscheinungen´ wie Naturkatastrophen und Kriege – ein Indiz
dafür zu sein, dass das betroffene Land an dem aktuellen K-Zyklus nicht
ausreichend partizipiert oder dass `fällige´ Basisinnovationen nicht
rechtzeitig generiert werden. Absehbarerweise
befinden sich derzeit alle führenden Industrienationen bereits in der
Abstiegsphase des fünften Kondratieff: die Informationstechnik wird auch
zukünftig eine wichtige Rolle im Produktionsprozess spielen, aber keinen
neuen wirtschaftlichen Aufschwung zu tragen imstande sein – nicht nur
hinsichtlich des Paradigmenwechsels weg vom unbegrenzten materiellen Wachstum
stellen sich hier offensichtlich einige grundlegende Fragen zu den möglichen
Formen zukünftigen Wirtschaftens. Die
wirtschaftliche Entwicklung eines Landes ist ein komplexer Prozess, an dessen
Gestaltung alle Bereiche der Gesellschaft mehr oder weniger aktiv beteiligt
sind und von dessen Verlauf sie mehr oder weniger auch betroffen sind. Die
Wirklichkeit ist etwas Ganzheitliches. Auch wenn wir sie aus Gründen der
Übersichtlichkeit und einfacheren Handhabung in verschiedene Sektoren und
Disziplinen zerlegen, so bleiben doch die einzelnen Teile in der Realität
immer miteinander verbunden und voneinander abhängig. Der Handlungsbedarf zur
Gestaltung der Wirtschaft bzw. eines Kondratieffzyklus erstreckt sich demnach
immer auf letztlich alle Bereiche der Gesellschaft. Wirtschaft und
Gesellschaft hängen untrennbar zusammen. Zwischen diesen beiden Sektoren
scheinen starke Spannungen immer dann unvermeidbar, wenn sie sich in einer
Übergangsphase zwischen zwei K-Zyklen befinden. Dies erscheint leicht
nachvollziehbar, entsteht doch mit jedem neuen Langzyklus eine spezifische
komplexe Struktur neuer Anforderungen, welche die etablierten Interaktionsmuster
aufbricht und damit (zunächst) eine Abwehrhaltung der Menschen provoziert.
Damit die wirtschaftliche Entwicklung in einer solchen Situation nicht
nachhaltig gestört wird ist es notwendig, dass derartige soziale Spannungen
überwunden, die Bereitschaft zum Wandel geweckt und die erforderlichen
Anpassungen möglichst `reibungsarm´ realisiert werden. In
solchen kritischen Phasen kommt es also entschieden darauf an und ist
genügend politischer Spielraum, das staatliche wirtschaftspolitische Handeln ebenso
einsichtig (hinsichtlich der jeweiligen Erfordernisse) wie aktiv gegenüber
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